Allgemeine Geschäftsbedingungen

für: Grunenberg & Comp. GmbH – IQAudit und IQThirdParty  
 
Stand: 06.03.2026 

1. Geltungsbereich

  • Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung der SaaSProdukte IQAudit und IQThirdParty zwischen der Grunenberg & Comp. GmbH („Anbieter“) und Unternehmern im Sinne von § 14 BGB („Kunden“). 
  • Geschäfte mit Verbrauchern sind ausgeschlossen. 
  • Individuell abgeschlossene SaaSVerträge haben Vorrang vor diesen AGB. In Bezug auf die nicht in den SaaS-Verträgen geregelten Aspekte behalten diese AGB ihre Gültigkeit.

2. Vertragsgegenstand

  • Der Anbieter stellt die Softwarelösungen IQAudit und IQThirdParty als cloudbasierte Dienste („SaaS“) bereit.  
  • Der Funktionsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot, das für das Zustandekommen des Vertrags maßgeblich ist.  
  • Die Software wird fortlaufend technisch weiterentwickelt. Funktionale Anpassungen oder Änderungen, die die Leistungsfähigkeit erhöhen oder die Sicherheit verbessern, bleiben vorbehalten.

3. Vertragsschluss und Vertragslaufzeit 

  • Mit der Bestellung des Kunden und der Bestätigung durch den Anbieter kommt der Vertrag zustande.  
  • Der Vertrag wird mit einer Laufzeit von 12 Monaten abgeschlossen.  
  • Der Vertrag verlängert sich jeweils automatisch um weitere 12 Monate, sofern nicht mindestens 30 Tage vor Ablauf schriftlich gekündigt wird.  
  • Kündigungen sind per E-Mail oder postalisch möglich. Hierzu sind die auf der Website www.iqprocess.de/ genannten Kontaktdaten zu verwenden.

4. Vergütung

  • Die Vergütung ergibt sich aus den jeweils vereinbarten Preisen oder dem individuellen SaaSVertrag. 
  • Alle Preise verstehen sich zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. 
  • Die Abrechnung erfolgt jährlich im Voraus. 
  • Der Lizenzgeber hat das Recht, den Kaufpreis einmal jährlich gemäß der Inflation in Deutschland bzw. der Europäischen Union anzupassen. Maßgeblich für die Höhe der Preisanpassung ist die gesamte Preissteigerung seit dem Vertragsabschluss bzw. der letztmaligen Preisanpassung.

5. Nutzungsrechte

Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht an der SaaS während der Vertragslaufzeit. 

Die Nutzung ist, sofern vertraglich nicht explizit anders vereinbart, nur durch den jeweils angegebenen Nutzer gestattet („named user“). 

Eine lokale Installation der Software ist nicht erforderlich und nicht gestattet. Unzulässig sind insbesondere: 

  • Reverse Engineering, Dekompilierung, CodeAnalyse 
  • Modifikation der bereitgestellten Dienste 
  • Nutzung zur Entwicklung konkurrierender Produkte 
  • Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte

6. Verfügbarkeit und Support

  • Der Anbieter stellt die SaaS mit einer jährlichen durchschnittlichen Verfügbarkeit von mindestens 98 % bereit, ausgenommen Wartungszeiten. 
  • Support wird von Montag bis Freitag während der üblichen Geschäftszeiten per EMail erbracht.

7. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

  • Je nach Nutzungsumfang der Software IQAudit werden personenbezogene Daten verarbeitet. IQThirdParty verarbeitet keine personenbezogenen Daten. 
  • Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. 
  • Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) sowie die Technischen und Organisatorischen Maßnahmen (TOM) werden vom Anbieter online bereitgestellt und sind Vertragsbestandteil. 
  • Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der Eingabe und Nutzung der von ihm bereitgestellten Daten verantwortlich.

8. Pflichten des Kunden

Der Kunde verpflichtet sich insbesondere: 

  • Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und starke Kennwörter zu verwenden. 
  • Keine rechtswidrigen Inhalte über die Dienste zu verarbeiten oder zu speichern. 
  • Nur Daten bereitzustellen, deren Nutzung keine Rechte Dritter verletzt. 
  • Für geeignete IT-Sicherheitsmaßnahmen in seiner eigenen Infrastruktur zu sorgen.  

9. Grundsätzliche Nutzung der Software, der KI-Funktionalität und eventuelle Mehrkosten 

Grundsätzlich ist die Nutzung der Software ausschließlich für den bestimmungsgemäßen Gebrauch durch natürliche Personen vorgesehen, die hierfür vom Anbieter autorisiert wurden. Nicht zulässig ist insbesondere eine Nutzung,  

  • die durch automatisierte Systeme, Bots oder sonstige nicht menschliche Prozesse erfolgt 
  • die das Bedienkonzept oder den fachlichen Zweck der Software umgeht oder technisch missbraucht 
  • deren Umfang oder Art den vorgesehenen betrieblichen Einsatz überschreitet 

Der Anbieter ist berechtigt, technische Maßnahmen zur Verhinderung automatisierter oder missbräuchlicher Nutzung einzusetzen, soweit hierbei keine Inhalte des Kunden eingesehen werden. 

Die KIFunktionalität von IQAudit darf ausschließlich im Rahmen des bestimmungsgemäßen betrieblichen Zwecks genutzt werden. Bestimmungsgemäß ist insbesondere die Verarbeitung der Unterlagen des jeweils konkret geprüften Mandats. 

Eine nicht bestimmungsgemäße Nutzung von IQAudit liegt insbesondere vor, wenn 

  • der Kunde Unterlagen mehrerer oder einer Vielzahl von Mandanten gleichzeitig oder nacheinander zu Zwecken verarbeitet, die über das jeweilige Prüfungsmandat hinausgehen 
  • Daten in einer Weise verarbeitet werden, die nicht dem vorgesehenen fachlichen Einsatz der Software entspricht 
  • die Nutzung zu einer außergewöhnlichen oder unverhältnismäßigen Belastung der zugrunde liegenden KI und CloudRessourcen führt. 

Die aus dem nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch der Softwareprodukte IQAudit und IQThirdParty resultierenden nutzungsabhängigen CloudKosten (z. B. für KIRechenoperationen, Datenspeicherung) werden grundsätzlich gemäß der aktuellen Preisstruktur des Anbieters inklusive einer angemessenen Bearbeitungsgebühr zusätzlich zu der vereinbarten Jahresvergütung abgerechnet. 

Der Anbieter ist berechtigt, Maßnahmen zur Überwachung und Begrenzung einer missbräuchlichen Nutzung zu implementieren, sofern hierbei keine Inhalte des Kunden eingesehen werden. 

10. Haftung

  • Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung der durch die KIFunktionalitäten generierten Inhalte („KIInhalte“). KIInhalte entstehen automatisiert und können naturgemäß fehlerhaft, unvollständig oder missverständlich sein. Sie stellen keine fachliche, rechtliche, steuerliche oder wirtschaftliche Beratung dar. Der Kunde ist verpflichtet, sämtliche KIInhalte vor ihrer weiteren Verwendung eigenverantwortlich zu prüfen und zu bewerten. Jegliche Haftung des Anbieters für Schäden, die aus der Nutzung oder dem Vertrauen auf KIInhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. 
  • Der Anbieter gibt keine Gewährleistung für die Funktionsfähigkeit seiner Software bei höherer Gewalt in Form von Naturkatastrophen, terroristischen Anschlägen und ähnlichen Sachverhalten. Der Anbieter gibt ebenfalls keine Gewähr für Ausfälle, die er nicht zu vertreten hat. Dies sind insbesondere Ausfälle von zentralen Cloud-Diensten, derer er sich zur Leistungserbringung bedient. Genannte Gewährleistung, insbesondere die Service Level Agreements, gelten bei höherer Gewalt und bei unverschuldeten Ausfällen nicht. 
  • Der Anbieter haftet bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, nach den Vorschriften des ProdHaftG sowie im Umfang von explizit übernommenen Garantien. Im Übrigen ist seine Haftung ausgeschlossen. 
  • Bei Verletzung einer Kardinalpflicht (Pflicht, die wesentlich für die Erreichung des Vertragszwecks ist) ist die Haftung des Anbieters begrenzt auf den Schaden, der nach der Art des fraglichen Geschäfts vorhersehbar und typisch ist. 
  • Die Haftung für Datenverlust wird auf den Aufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer, regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre. 
  • Die Haftung des Anbieters für Schäden aus einfacher Fahrlässigkeit ist – außer bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit – für alle Schadensfälle eines Kalenderjahrs der Höhe nach insgesamt auf 20 % der vom Kunden im jeweiligen Vertragsjahr geschuldeten Jahresvergütung begrenzt. Es gilt ein Mindesthaftungsbetrag von 2.000 €, sofern dieser die vom Kunden zu entrichtende Jahresvergütung übersteigt. Unberührt bleiben Ansprüche wegen Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. 
  • Eine Haftung für entgangenen Gewinn, indirekte Schäden oder Folgeschäden ist ausgeschlossen, sofern gesetzlich zulässig. 
  • Es besteht keine weitergehende Haftung des Anbieters. Insbesondere haftet der Anbieter nicht für Schäden an Programmen und Daten der Systemumgebung des Kunden, die aus Angriffen auf die Softwareprodukte IQAudit oder IQThirdParty resultieren. Ein Beispiel hierfür ist das Einschleusen von Schadsoftware über die genannten Softwareprodukte in die Systemumgebung des Kunden im Rahmen eines Cyberangriffs oder durch eigene Mitarbeiter.  
  • Der Kunde haftet gegenüber dem Anbieter für Schäden, die durch die Nutzung der eigenen Lizenz durch unbefugte Dritte entstehen. 

11. Geheimhaltung

Beide Parteien verpflichten sich zur vertraulichen Behandlung aller Informationen, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder ihrer Natur nach vertraulich sein müssen. 

12. Laufzeitende und Datenexport

  • Nach Vertragsende kann der Kunde innerhalb von 30 Tagen einen Export seiner Daten verlangen. 
  • Nach Ablauf dieser Frist ist der Anbieter berechtigt, die Daten des Kunden unwiderruflich zu löschen. 

13. Nutzung des Kundenlogos

  • Der Anbieter ist mit Zustandekommen des Vertrags berechtigt, Name und Logo des Kunden auf der Website des Anbieters zu veröffentlichen sowie in vertraulichen Marketing und Vertriebsunterlagen als Referenz zu verwenden. 
  • Der Kunde kann der Nutzung jederzeit für die Zukunft widersprechen. In diesem Fall wird der Anbieter Name und Logo des Kunden innerhalb einer angemessenen Frist entfernen.

14. Schlussbestimmungen

  • Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UNKaufrechts. 
  • Gerichtsstand ist der Sitz des Anbieters. 
  • Änderungen dieser AGB werden dem Kunden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen, gelten die Änderungen als akzeptiert.